Schleifkottenbahn GmbH - Neue Impulse für den Schienenverkehr

Schleifkotten-Draisinenbahn auch im Ausland gefragt

03.07.2017

Seit Sommer 2015 gibt es auf der Eisenbahnstrecke von Oberbrügge nach Halver wieder regen Schienenverkehr – auch wenn statt langer Züge nur muskelkraftgetriebene Fahrraddraisinen hinauf- und wieder hinunterfahren.

Das Angebot, die Natur- und Kulturlandschaft des Halveraner Umlandes aus einer völlig neuen Perspektive zu „erfahren“, wird von Gästen aus dem Umgebung, aber auch von weit her angenommen. Selbst aus Holland, Dänemark und Tschechien waren schon Eisenbahnfans und Naturliebhaber in Halver. Doch die weiteste Anreise hatten ein einem der letzten Wochenenden Gäste aus Australien:

Der 79jährige Ian Tait aus Melbourne war mit Tochter Anni zu Verwandten in Köln eingeladen zu einer Kommunionsfeier von Noah Hansen, einem seiner Enkelkinder. Anni Tait stieß auf der Suche nach Weihnachtgeschenken für die Verwandten und nach einem Ziel für einen Familienausflug im Internet auf die Draisinenstrecke von Oberbrügge nach Halver. Im Ergebnis strampelte die ganze Familie mit 13 Personen, darunter 2 Kinder, bergauf nach Halver und ließ sich nach einer ausgiebigen Pause im Kulturbahnhof wieder hinunterrollen.

Das „Zielfoto“  zeigt  Ian Tait und seine Angehörigen nach ihrer fröhlichen Rückkehr.

Auch die lokale Tageszeitung fand den Bericht erwähnenswert – vielen Dank für die Veröffentlichung:

Stefan Heinrich


Autofreies Volmetal am 09.07.2017 – ein großes Ereignis wirft lange Schatten voraus…

13.05.2017

Der Aktionstag „Autofreie Volmetal“ wurde ursprünglich vom Aktionsbündnis Volme-Agger-Bahn angeregt, um auf die Lücke im Bahnnetz zwischen Meinerzhagen und Brügge hinzuweisen und um für den Lückenschluss zu werben. In diesem Jahr gibt es wieder ein Autofreies Volmetal, und zwar am Sonntag, den 9. Juli.

Natürlich beteiligen sich auch Schleifkottenbahn und der Bergisch-Märkische Eisenbahn-Verein am Aktionstag, um für den Lückenschluss und die Eisenbahn im Allgemeinen und für die Draisinenbahn im Besonderen zu werben.  Erfreulicherweise wird dieses Engagement schon im Vorfeld in der lokalen Presse hervorgehoben:

Allgemeiner Anzeiger Halver, 13.05.2017

Wegen einer Baustelle an der Zufahrt zum Draisinenbahnhof werden unsere Aktivitäten in diesem Jahr nicht am Bahnsteig, sondern zwischen den Brücken über Volme und Bundesstraße stattfinden.

Stefan Heinrich


Letzter Stand: Lückenschluss auf der Volme-Agger Bahn in 2017 – aber…

 

15.03.2017

Allem Anschein nach wurde eine Lösung gefunden, doch noch in 2017 planmäßigen SPNV zwischen Meinerzhagen und Brügge stattfinden zu lassen und damit – endlich! – die kleine Lücke auf der Volme-Agger-Bahn zu schließen. Aber weil aus planungsrechtlichen Gründen die Kreuzungsmöglichkeit in Kierspe nicht rechtzeitig fertig gestellt und eine Reihe von Bahnübergängen nicht rechtzeitig erneuert werden können, fahren die Züge zunächst nur zweistündlich und ohne Halt in Kierspe und in Oberbügge:

Allgemeiner Anzeiger Halver, 15.03.2017

Ob denn dann wohl der neue Bahnsteig in Oberbrügge noch in 2017 gebaut wird? Das ist wohl noch nicht entschieden…

Stefan Heinrich


Erlebnisbericht Schleifkotten-Draisinenbahn von Antje Zimmermann

04.03.2017

Die Journalistin und Autorin Antje Zimmermann ist vielen bekannt durch ihre Reportagen und Reiseberichte im WDR Radio und WDR Fernsehen sowie durch ihre Bücher zu Reisethemen.

Im letzten Jahr bereiste sie die Schleifkottenbahn und veröffentlichte jetzt in ihrem Blog „Weltenkundler“ einen Bericht über ihre Fahrt mit unseren Draisinen.

Hier der Link zu ihrem Beitrag:

http://www.weltenkundler.com/schwitzen-schlemmen-draisinenfahrt-im-sauerland/

Foto: Antje Zimmermann ©

Der Beitrag ist sehr lesenswert!

Stefan Heinrich


Neubau Haltepunkt Halver-Oberbrügge doch in 2017?

31.12.2016

Der letzte Beitrag des Jahres 2016 gibt etwas Hoffnung: Der Allgemeine Anzeiger aus Halver zitiert heute Bürgermeister Brosch, dass trotz der Schwierigkeiten mit den Bahnübergängen in 2017 der Bahnsteig in Oberbrügge neu errichtet werden soll:

2016-12-31-aa-bahnsteigneubau-in-2017

Was nun wirklich passiert, wird die Zukunft zeigen – vielleicht werden die Züge ja, trotz nicht umgebauter Bahnübergänge, im Schnecktempo zwischen Meinerzhagen und Brügge fahren? Vielleicht, um die Verspätungen aufzuholen, in Brügge enden bzw. wenden? Es bleibt spannend…

Stefan Heinrich


Lückenschluss Volme-Agger-Bahn: Bahnübergänge nicht rechtzeitig fertig

23.12.2016

Verschiedenen Zeitungsberichten ist zu entnehmen, dass die Bahnübergänge zwischen Brügge und Meinerzhagen nicht rechtzeitig fertig gestellt werden können, um Ende 2017 den Verkehr zwischen Meinerzhagen und Brügge aufnehmen zu können. So schreibt zum Beispiel der Allg. Anzeiger aus Halver:

2016-12-23-aa-bahnuebergaenge

Der Termin zur Wiederaufnahme des Personenverkehrs im Dezember 2017 wurde ja schon mehrfach verschoben, zuletzt von 2015 auf Ende 2017. Sollte der Betrieb jetzt auch Ende 2017 nicht beginnen – so viel Kopf- und Planlosigkeit hätte ich mit nicht vorstellen können…

Stefan Heinrich

 


Mehr nächtliche Zugverbindungen auf der Volmetalbahn RB52

22.09.2016

Der Allgemeine Anzeiger berichtete heute über die Ausweitung der nächtlichen Zugfahrten auf der Volmetalbahn. Ab Sommer 2017 fahren von Freitag auf Samstag, von Samstag auf Sonntag und vor Feiertagen auch noch nach Mitternacht Züge von Dortmund über Hagen nach Lüdenscheid:

Allg. Anzeiger Halver vom 22.09.16

Allg. Anzeiger Halver vom 22.09.16

Möglich werden diese Fahrten in technischer Hinsicht, weil die neue Fahrdienstleitung in Brügge demnächst rund um die Uhr besetzt sein wird.

Stefan Heinrich

 


Bahn-Testfahrt: Intelligente Technik auf „dummen Schienen“

– Mit einem Zweiwege-Fahrzeug ging es von Halver auf Schienen nach Oberbr?gge, um die Tauglichkeit der Strecke f?r Tests zu demonstrieren

Halver(mc/rk) Auf Halvers Schienen rollt wieder was: Gestern fuhr Schleifkottenbahn-Initiator Friedrich-Wilhelm Kugel mit einem Zweiwege-Fahrzeug vom Kulturbahnhof nach Oberbr?gge.
Auf den ersten Blick ein ganz normaler Lastwagen. Beim genauen Hinsehen hat das gelbe Fahrzeug Rollen f?r den Schienenverkehr. Unmittelbar hinter dem Kulturbahnhof steht der Wagen. „Wir wollen aufzeigen, dass man diese Strecke betriebswirtschaftlich nutzen kann“, sagt Friedrich-Wilhelm Kugel, Gesch?ftsf?hrer der Schleifkottenbahn. Aus diesem Grund habe er ein Zweiwegefahrzeug besorgt, dass die 6,2 Kilometer lange Strecke zum Oberbr?gger Bahnhof zur?cklegt.
Eine Versuchsstrecke f?r Universit?ten will Kugel errichten. Auf der k?nnten neue, f?hrerlose Fahrzeuge fahren. Dazu m?ssen bestimmte Bedingungen erf?llt werden. Dass die zu erf?llen sind, soll das Zweiwege-Fahrzeug zeigen.
Kugel pl?diert f?r die Maxime: „Runter von den Stra?en, rauf auf die Schienen.“ Denn nicht die Schienen seien ein Relikt aus dem vorigen Jahrhundert, wie manche Politiker meinten, sondern „die Fahrzeuge sind ein Relikt aus dem vorigen Jahrhundert“.
„Wir wollen mit intelligenten Fahrzeugen auf dummen Schienen fahren“, sagt Kugel und setzt sich auf den Beifahrersitz des umgebauten Mercedes. Bei der „gro?en Bahn“ sei dies genau umgekehrt. Das gelte es zu ?ndern.
„Lok-F?hrer“ Thomas Ponten startet den Motor. Das Gef?hrt gewinnt nach und nach an Geschwindigkeit. Vorbei an der Herpine, durch W?lder, Wiesen und einen Tunnel – bis nach Oberbr?gge. Eine sch?ne Strecke. Doch auch rentabel?
Die RailCabs (Schienentaxis) etwa h?tten ein „intelligentes Fahrwerk“. Sie k?nnten an Weichen selbstst?ndig lenken. Es m?ssten nicht einmal Weichen zentral umgestellt werden. F?r die Fahrzeiten dieser Einheiten w?re nicht langfristig ein Streckenst?ck blockiert.
Vorteil: Kurze Taktzeiten oder Fahrten auf Anforderung. Fahrten im 15 Minuten Takt k?nnten langfristig m?glich sein. Durch kleine, f?hrerlos fahrende Einheiten sei der Verkehr kosteng?nstig, argumentiert Kugel.
Vor allem: Die Technik ist l?ngst vorhanden, entwickelt mit immensen ?ffentlichen Mitteln. Was Kugel besonders ?rgert: Es werde hier und da geforscht, aber nichts in der Praxis umgesetzt. Und daf?r biete sich die Schleifkottenbahn an – als Teststrecke.

HINTERGRUND: Innovative Technik
– Viele Jahre wurde ?ber das Bahngel?nde in Halvers Innenstadt verhandelt
– Neuer Schwung kam mit der Gr?ndung der Bahnfl?chenentwicklungsgesellschaft, die zu 50 Prozent dem Land Nordrhein-Westfalen und zu 50 Prozent der Deutschen Bahn AG geh?rt
– Die Gesellschaft war endlich ein kompetenter Ansprechpartner und b?ndelte Interessen und Vorstellungen
– Mit der Unterzeichnung des Vertrages im Dezember 2005 konnten Stadt und Schleifkottenbahn endlich ihre Pl?ne umsetzen
– Die Stadt kann die st?dtebauliche Entwicklung in Angriff nehmen, die private Schleifkottenbahn Fahrzeuge auf den Gleisen rollen lassen
– Ziel ist es, die Bahn als Teststrecke f?r innovative Bahntechnik „hoff?hig“ zu machen.

Quelle: WESTFÄLISCHE RUNDSCHAU


Verein will Bahngutachten – Schienenverkehr mit einfachen Mitteln schnell realisierbar

– Eisenbahnaktivisten wollen mit privat finanzierter Expertise nachweisen:
– „Schienenverkehr ist mit einfachen Mitteln schnell realisierbar“
– Die Verlängerung des Schienenpersonennahverkehrs von Marienheide bis Meinerzhagen ist möglich und machbar

Meinerzhagen(hvh) Druck machen auf Politik und Bürokratie wollen die Mitglieder des Vereins „Bergisch-Märkische Eisenbahn“ (BME). Durch ein aus Vereinsgeldern und erhofften weiteren Spenden zu finanzierendes privates Gutachten wollen die Bahn-Aktivisten nachweisen, dass mit relativ geringem Aufwand und einfachen Mitteln innerhalb von kürzester Zeit die Verlängerung des Schienenpersonennahverkehrs von Marienheide bis Meinerzhagen möglich und machbar ist. Und sie sind ebenso sicher, dass sich dies für den Betreiber der Strecke auch ‚rechnen‘ wird.
Sozusagen in grenzüberschreitendem Schulterschluss ziehen in dieser Angelegenheit zwei ganz besonders engagierte Bahnfreunde federführend für den Verein an einem Strick: Helmut Gebske aus Marienheide und Friedrich-Wilhelm Kugel aus Halver, beide mittelständische Unternehmer mit einer gemeinsamen Vision: „Zu zeigen, wie manches sehr viel unkomplizierter und deutlich schneller zu bewerkstelligen ist, als uns dies Politiker oder auch die Bürokraten von Bahn und Zweckverbänden weismachen wollen“, so Helmut Gebske. Er hatte als interessierter Gast der von der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) zum Thema Schienenverkehr kürzlich in Meinerzhagen veranstalteten Podiumsdiskussion per Zufall die Bekanntschaft des Halveraner Kollegen gemacht. Weder ihm noch dem Marienheider Bahnfreund hat im Tenor gefallen, was bei der Podiumsdiskussion zum konkreten Vorhaben der Reaktivierung des Schienenpersonenverkehrs zwischen Marienheide und Brügge zu hören war.
„Die so genannte Meinerzhagener Erklärung ist zwar eine wohl gemeinte Meinungsäußerung, die in die richtige Richtung geht. Doch offenbar wird bei der konkreten Umsetzung weiter kräftig gebremst“, kritisiert Kugel. Und in die gleiche Kerbe schlägt der Marienheider: „Ich habe meinen Betrieb an der Brucher Talsperre in unmittelbarer Nähe zur Bahnlinie. Und ich konnte mit Freude den Ausbau des Bahnkörpers Richtung Meinerzhagen verfolgen. Da wurde an nichts gespart. Und jetzt sieht es so aus: Die modernen Personenzüge aus Richtung Köln fahren bis zum Bahnhof in Marienheide, legen hier bis zur Rückfahrt über Gummersbach und Overath mit meist laufendem Dieselmotor eine längere Pause ein. Warum da nicht gleich bis Meinerzhagen fahren?“
Dass dies erst nach 2013 möglich sein soll, wie es jüngst der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Schulte verkündete, können weder Gebske und Kugel noch deren Vereinskollegen vom BME-Verein nachvollziehen.
Für das geplante Gutachten werden rund 10 000 Euro benötigt. Wer den Verein Bergisch-Märkische Eisenbahn bei diesem Projekt unterstützen will, für den nachstehend hier Kontaktadresse und Telefonnummern:

Bergisch-Märkische Eisenbahn e.V., 58553 Halver, In der Hälver 20
telefonische Ansprechpartner: F.W. Kugel 0172/27 47 442 oder Helmut Gebske 02264/63 69

Quelle: Meinerzhagener Zeitung/Märkischer Zeitungsverlag


Bahnhofs – Arkaden Halver

(hok) Wie’s auch immer kommt: Dem St?ck Halver, das zwischen Kulturbahnhof und der Eisenbahnbr?cke an der S?dstra?e die letzten Jahre ein – umschreiben wir es wohlwollend – tristes Dasein fristete, wird wohl schon bald neues Leben eingehaucht. Der st?dtebauliche Rahmenplan sagt, was kommen wird: Auf dem alten Bahngel?nde sollen ein Vollsortimenter und ein Discounter entstehen, welche die Nahversorgung speziell der Wohnbereiche Tannenweg und Oesterberg verbessern.
Und was ist noch geplant? Die Anbindung an die Bahnhofstra?e erfolgt bereits durch neue Wohn- und Gesch?ftsh?user in H?he des alten Aldi-Komplexes. In der aktuellen Planungsvariante 2 grenzt der neuanzusiedelnde Discounter an diese Gesch?ftsh?user an. Zum Vollsortimenter als zweitem Magnet-Anbieter gelangt der Kunde durch die zuk?nftigen „Bahnhofs-Arkaden“ Halvers, die ihn auch zu weiteren Einzelhandelsgesch?ften gegen?ber dem Vollsortimenter f?hren. In der ersten Variante hatte der Discounter seinen Standort noch wesentlich weiter im S?den der zuk?nftig dorthin verl?ngerten Bahnhofstra?e. Nun r?ckt zusammen, was nicht nur nach Volkes Meinung zusammen geh?rt.
Der vorgesehene Arkadengang diene als Bindeglied des neuen ‚Einkaufs-Centers‘. Er sorgt nicht nur daf?r, dass die Arkaden-Besucher trockenen Fu?es und auf kurzen Wegen ihre Besorgungen erledigen k?nnen, er setzt auch optische Akzente. Und wo soll nun geparkt werden? Bei der neuen Variante ist ein Parkdeck mit etwa 50 Stellpl?tzen und ein ebenerdiger Parkplatz mit weiteren rund 25 Pl?tzen im vorderen Bereich geplant. Im hinteren Bereich ist eine gro?e Stellplatzanlage f?r maximal 200 Fahrzeuge vorgesehen.
In einer B?rgerversammlung am Dienstag, dem 17.Oktober ab 18.30 Uhr im Kulturbahnhof sollen Vor- und Nachteile der verschiedenen Varianten diskutiert werden.

Anbindung ist Pflicht

„Das vorliegende Konzept zielt darauf ab, eine st?dtebauliche Neuordnung mit hohen Qualit?tsma?st?ben zu erreichen. Hierbei soll der Bahnstandort auch verkehrlich in die Umgebung integriert werden, wobei vor allem die Verkn?pfung mit der gewachsenen Ortsmitte und die Anbindung der angrenzenden Wohngebiete von besonderer Bedeutung sind“, hei?t es in der demn?chst erscheinenden Brosch?re zur „Neugestaltung des Bahnhofsumfelds in Halver“.
Und damit ist eines der zentralen Themen deutlich benannt: Vollsortimenter und Discounter m?ssen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Gesch?ftswelt in der Bahnhofstra?e positioniert werden. Mit der jetzt vorliegenden Alternative 2 (auf der B?rgerversammlung wird ?berdies eine optionale Variante 3 vorgestellt werden) r?ckt der Discounter gegen?ber der Alternative 1 noch wesentlich n?her an die Innenstadt heran. Das Geb?ude ist mit Arkaden versehen und damit Teil des Arkadenganges.
Die Stadt weist deutlich darauf hin, dass die Rahmenplanung darauf abziele, den Standort sowohl st?dtebaulich als auch verkehrlich in seine Umgebung zu integrieren. Die Anbindung des neuen Shopping-Areals an die Innenstadt spielt in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle. Der westliche Planungsraum schlie?t sich mit der Bahnhofstra?e direkt an das Ortszentrum an. Hier sind ‚zentrumserg?nzende Einzelhandelsnutzungen‘ vorgesehen. Die Ortsmitte wird somit ?ber die Bahnhofstra?e hinweg erweitert und die Stadt bis an den Bahnhof herangef?hrt. Mit der Erweiterung des Gesch?ftszentrums werde dem zuk?nftigen Verkaufsfl?chenbedarf gem?? Einzelhandelsgutachten Rechnung getragen.
Das geplante Erschlie?ungssystem gew?hrleiste dar?ber hinaus eine gute Anbindung des Bahnhofsgel?ndes und der Ortsmitte aus Richtung der s?d?stlichen Wohngebiete kommend. Ortsmitte sowie Vollsortimenter und Discounter werden k?nftig schnell und unkompliziert erreichbar sein.
Insgesamt kann mit der Entwicklung des Bahnhofsareals die Gelegenheit genutzt werden, „die Stadt an den Bahnhof heranzuf?hren und eine L?cke im Zentrum der Stadt zu schlie?en“.

Gegen uns geht nichts…

AKTUELLes Interview: Zur Entwicklung des Einzelhandelsstandorts Halver allgemein und des Bahngel?ndes im Besonderen sprachen wir mit B?rgermeister Dr. Bernd Eicker:
AKTUELL: Herr Dr. Eicker, die Ansiedlung eines Einkaufszentrums am Bahnhof wird in Halver nicht ganz unkritisch gesehen. So bef?rchten manche Gesch?ftsleute eine Polarisierung am Bahnhof, was sich zwangsl?ufig zum Nachteil des Handels zum Beispiel in der vorderen Frankfurter Stra?e auswirken w?rde. Dr.Eicker: Ziel der Entwicklung am Bahnhof ist es, durch Neuansiedlung und R?ckverlagerung von Einzelhandel am Ende der Bahnhofstra?e die Innenstadt von Halver insgesamt in ihrer Attraktivit?t zu st?rken. Es gilt, Kaufkraft in Halver zu halten. Die benachbarten St?dte schlafen nicht. Halver mu? sich positionieren. Und da ist es wichtig, den Standort Halver f?r die Konsumenten insgesamt reizvoll zu machen. AKTUELL: „Bahnhofs-Arkaden“ klingt wie „Potsdamer Platz-Arkaden“ f?r Arme. Ist ein Komplex, wie er zurzeit zur Diskussion steht, nicht ?berdimensioniert? Braucht Halver wirklich noch weitere Gewerbe- bzw. Einzelhandelsfl?chen, wo doch das vorhandene Potenzial noch l?ngst nicht ausgesch?pft ist? Dr.Eicker: Das Einzelhandelsgutachten von Donato Acocella dient all unseren ?berlegungen als Grundlage. Es unterstreicht eindeutig, dass ein Angebot mit Vollsortimenter, Discounter und kleinen, attraktiven Gesch?ften im S?den der Stadt – also in integrierter Innenstadtlage – durchaus seine Berechtigung hat. Die Entwicklung in den vergangenen Wochen, gerade in der Frankfurter Stra?e, ist ausgesprochen positiv und verspricht noch einiges mehr. AKTUELL: Ein weiterer Knackpunkt ist die Zukunft des Einkaufszentrums am Rathaus und des Kaufparks. Dr.Eicker: Das Einkaufszentrum am Rathaus mit dem Kaufpark soll auch weiterhin seine Chancen haben und m?glichst gut an die gesamte Innenstadt angebunden werden. Der Sparkassenneubau ist ein erster Schritt in diese Richtung. AKTUELL: Wer das Geld hat, bestimmt, wohin die Reise geht. Das war schon immer so. Welche Handhabe bleibt der Stadt bei der Konzeption der „Arkaden“ letzten Endes wirklich? Dr.Eicker: Jeder wei?: Wir haben noch keinen Investor. Es soll ein Investor gefunden werden, der in Zusammenarbeit mit der Stadt den ?berplanbaren Teil des Bahngel?ndes entwickelt. Zahlreiche potenzielle Kandidaten haben bei uns ihr Interesse bekundet – und es kommen immer noch welche hinzu. Die Auswahlentscheidung wird nicht nur unter finanziellen Gesichtspunkten getroffen. Vielmehr ist entscheidend, wer das attraktivste Angebot im Hinblick auf architektonische Qualit?t und die anzusiedelnden Einzelhandelsangebote vorlegt. Kurz gesagt: Wer das beste Gesamtpaket schn?rt, bekommt den Zuschlag. Die Stadt als Entscheidungstr?ger wird alles daf?r tun, eine abgewogene Entscheidung in kurzer Zeit zu treffen, ohne sich unter Druck setzen zu lassen. Allen, die Sorgen haben, die Entwicklung k?nnte in eine falsche Richtung gehen, kann ich nur sagen: Wir haben festgelegte Ziele und: Gegen uns geht nichts!
AKTUELL: Welche Entscheidungen sind f?r wann geplant?
Dr.Eicker: Ein erster Entwurf einer st?dtebaulichen Rahmenplanung f?r das Bahngel?nde wurde bereits ?ffentlich diskutiert. Eine zweite und sogar dritte Variante liegen nun anl??lich der B?rgerversammlung brandaktuell vor. Die mittlerweile drei Alternativen werden am 17.Oktober um 18.30 Uhr im Kulturbahnhof der ?ffentlichkeit im Rahmen einer neuerlichen B?rgerversammlung vorgestellt. Der Rat der Stadt hat die B?rgerversammlung beschlossen, um die Halveraner B?rgerschaft m?glichst fr?hzeitig in dieser f?r die Stadtentwicklung bedeutsamen Angelegenheit zu beteiligen und sie bei der ?berplanung des Bahngel?ndes mitzunehmen. Am 2.November wird sich der Planungsausschuss, am 6.November der Rat auf der Grundlage des Ergebnisses der B?rgerversammlung mit dem Thema intensiv befassen und vielleicht bereits richtungsweisende Entscheidungen treffen.

Quelle: Stadtmagazin HALVER AKTUELL