Halver. (l?) Ratternd setzt sich der gelbe Schwerkleinwagen (SKL) der Schleifkottenbahn am Bahnhof in Bewegung. Doch diesmal
dient das Werkstattfahrzeug nicht zur Reparatur der Bahnstrecke. Es startet zu einer Messfahrt, bei der die Zuverl?ssigkeit
eines neuen Satelliten-Navigations-Systems getestet werden soll.
Bei str?mendem Regen mussten Zuvor die n?tigen Ger?tschaften in die winzige F?hrerkabine des Schienenfahrzeugs gebracht
werden. Auf dem Anh?nger wurde ein Empfangsger?t positioniert, auf dem Dach der Kabine eine Antenne befestigt. Die beiden
Ingenieure Dr. J?rg Pfister aus Darmstadt und sein Kollege Roland Peters aus Dresden verstehen ihr Handwerk, muss doch alles
mit gr??ter Genauigkeit angebracht und verkabelt werden. „Wir haben technische Ger?te im Wert von rund 50000 Euro mitgebracht,“
erl?utern die Techniker.
Interessiert blicken ihnen Michael Arnold und Joachim Herzog von der Schleifkottenbahn ?ber die Schulter. „Diese stillgelegte
Strecke von Halver nach Oberbr?gge ist perfekt f?r unsere Tests, denn sie stellt hohe Anspr?che an das System“, erkl?rt J?rg
Pfister. Wegen der „Hindernisse“ wie Tunnel und engen Taleinschnitten ist die Bahnstrecke in Halver gut f?r die Tests
geeignet. Bebauung, W?lder, Tunnel und sonstige topographische Gegebenheiten erschweren dem System die Arbeit. Pfisters
Institut, das „Zentrum f?r integrierte Verkehrssysteme“ arbeitet f?r das von der EU gef?rderte Forschungsprojekt „Gloria“. Das Ziel:
Das Potenzial der Kombination verschiedener Navigationssysteme zu untersuchen.
Das Projekt „Multinav“, an dem Roland Peters von der Technischen Universit?t Dresden arbeitet, hat ?hnliche Ziele. „Auf
offener See oder in der Luft haben die Systeme keine Schwierigkeiten, doch auf dem Land ist das anders“, erkl?rt Pfisfer.
„Wir m?chten die Navigationsm?glichkeiten f?r Land und Schienenverkehr deutlich verbessern.“
Die erste Information ?ber die Position der Empf?nger liefert das amerikanische Satelliten-Navigations-System „GPS“ auf der
Anzeige eines gelben Kastens, der in der F?hrerkabine angebracht wurde: 51’11.1249′ Nord/ 007? 30.2550′ Ost. Dies stimmt mit
dem Angaben des Systems „LORAN-C“ ?berein. Die Testfahrt kann beginnen.
Auf dem Bilschirm seines Laptops kann J?rg Pfister nun st?ndig die Signale der verschiedenen Systeme sehen und feststellen,
an welchen Stellen der Strecke die Satellitensignale nicht zu empfangen sind, da es in der n?heren Umgebung St?rfaktoren gibt.
Wie erwartet herrscht zum Beispiel im Sticht-Tunnel „Funkstille“. Erst mehrere Meter hinter dem Tunnel empfangen die Ger?te
wieder Signale.
Seit Dienstag voriger Woche machen die beiden Ingenieure ?hnliche Testfahrten in ganz Deutschland und den Niederlanden. „Die
Arbeit ist sehr zeitintensiv und anstrengend, sind sich Pfister und Peters einig. Die Messfahrt mache lediglich 25 Prozent
der Arbeit aus. Viel mehr Zeit n?hmen die Auswertungen in Anspruch.
Nachdem die Strecke Halver/Oberbr?gge einmal hin und her abgefahren wurde, k?nnen die Ingenieure noch nichts zu den
Ergebnissen sagen. „Wir werden die Strecke nun noch einmal fahren und schlie?lich zu Hause die Ergebnisse auswerten – das
wird schon einige Tage dauern,“ erkl?rt J?rg Pfister.
F?r Juni ist eine weitere Testfahrt vorgesehen. „Dann werden wir allerdings Getr?te mit noch empfindlicherer Sensorik
mitbringen,“ k?ndigen die
Ingenieure an.
Quelle: Halveraner Rundschau
Abfallmenge im Vergleich zum Vorjahr um 60% gestiegen / UWG schenkt kleinen Helfern als Dankesch?n Karussell-Gutscheine
HALVER (AnJa) Werner Turck sprach gerade von der bescheidenen Freude, die sich einstellt, wenn man auf der H?he „Krause
Buche“ – sonst ein beliebter M?llabladeplatz – rechts und links vom Stra?enrand wieder Blumen statt blaue S?cke sieht. Und er
redete davon, das es nat?rlich etwas deprimiert, wenn die Menge M?ll, die jedes Jahr im Rahmen der Aktion „Sauberes Halver“
zusammenkommt, nicht dezimiert wird, sondern immer noch ansteigt. „Immerhin wei? ich, das Halver nach diesem Tag immer besser
aussieht.“ Doch mitten in diese Stimmung drang die Nachricht, das sich in Halver 325, in Oberbr?gge 75 Kinder eingefunden
haben. So war die Freude dann doch mehr als nur bescheiden.
Auch beim 25. Mal hatten die Halveraner und Oberbr?gger Sch?ler die UWG bei ihrer Aktion nicht im Stich gelassen. Und das
angesichts ?belster Wettervorhersagen. Der versprochene Hagel kam mit seiner ganzen Wucht, doch lie? er den Kindern sowie den
insgesamt 61 Erwachsenen gen?gend Zeit, satte 50 Kubikmeter M?ll zusammenzutragen. Damit ist das Volumen im Vergleich zum
Vorjahr um 60 Prozent gestiegen.
19 Sammelfahrzeuge – die eingesetzten privaten Autos gar nicht mitgez?hlt – waren am Samstagmorgen an den Start gegangen.
Beteiligt hatten sich das THW, das Jugendrotkreuz, die Jugendfeuerwehr sowie die Firmen Edelhoff, Blumberg, Turck, Severin,
Bolte, Kronen, Lieder und Schriever.
Horst Tweer, Eigent?mer des alten Lieder-Gel?ndes hinter dem Kulturbahnhof, wusste ebenfalls, das in diesem Bereich eine
Menge zu tun ist und dass ihn daf?r eine Sorgfaltspflicht trifft. So wollte er die Entsorgung auch nicht von der ?ffentlich-
keit tragen lassen, sondern beteiligte sich an den Kosten der Aktion.
25 Jahre „Sauberes Halver“ – das bedeutete auch Jahr f?r Jahr einen immensen Organisationsaufwand. Erstmals wusste in diesem
Jahr jeder Fahrer schon ein paar Tage vorher, wie seine Route aussehen w?rde.
G?nther Vahlefeld hatte die Runden in den vorangegangenen zwei Wochen mit wachsamem Blick auf der Suche nach den verdreckten
Ecken Halvers abgefahren. Die genaue Streckenf?hrung hat er dann den Fahrern zugeschickt. „Trotzdem: Diese Aktion besteht zur
H?lfte aus Organisation, zur H?lfte aus Improvisation“, sagte Markus Turck. Keiner wei? vorher ganz genau, wieviel M?ll abzu-
holen ist, wieviele Kinder dabei helfen werden. So verf?gt dieser Aktionstag ?ber ein erhebliches Spannungsmoment. Und nat?r-
lich musste auch in diesem Jahr wieder eine Nachhut losgeschickt werden, um ganz sperrige Dinge abzutransportieren.
B?rgermeister Hans-J?rgen Kammenhuber lobte in seiner Ansprache die enorme Motivation zur Eigeninitiative. Er berichtete von
einem Erlebnis, bei dem jemand Abfall achtlos wegwarf, und bei der Aufforderung einer Reinigungskraft, diesen doch wieder
aufzuheben, lautete die disqualifizierende Antwort: „Das ist doch ihr Job.“
Ironie des Lebens war wohl der Fund der drei Jungfeuerwehrleute Stefan N?ll, Sebastian Ri?mann und Lars Rzonsa: eine M?ll-
tonne und einen Besen. Ansonsten fand man ganze Wohnungseinrichtungen vom kleinen Schrank bis zur Matratze, dazu Fahrr?der,
einen PC samt Mouse, Fernseher und vieles mehr.
G?nter Grabert ist ein Mann der ersten Stunde, der seit 25 Jahren mitsammelt. Nicht nur, das er ganze Mopeds und eine Auto-
batterie aufladen musste – was ihn besonders ?rgert sind die immer mehr werdenden abgelegten Autoreifen. „Das ist eine Sache,
deren Entsorgung etwas kostet, f?r die aber niemand bezahlen will. „Ganze Gummi-Berge t?rmten sich am Ende auf dem Platz vor
der Hauptschule.
Man stelle sich nur einmal vor, wo Halver ohne diese Aktion stehen w?rde. Die Umwelt w?re mit unglaublichen zwei G?terz?gen
voll M?ll belastet – das sind knappe 18 G?terwagen. G?nther Vahlefeld hatte sich die M?he gemacht, ein paar Zahlen vorzulegen.
Dazu geh?rt auch, das – der letzte Samstag noch nicht eingerechnet – insgesamt 6000 Kinder Einsatz gezeigt haben. Die Kosten
f?r das Unternehmen liegen mittlerweile im sechsstelligen Bereich. Aber der Erfolg kann sich im wahrsten Sinne des Wortes
sehen lassen.
Ein Treffen der kleinen Helfer wird es sicher bei der Kirmes geben, denn als Dankesch?n erhielt jeder kleine M?llsammler
sechs Karussell-Gutscheine.
Hallo, Halver
Halver(YvPf) – 400 kleine Sauberm?nner waren unterwegs. Halver ist wieder clean. In Sorge indes war ein paar Tage vorher einer der Mitbe-
gr?nder dieser Aktion. Eine B?rgerin hatte angerufen, die in unmittelbarer N?he seines ein wenig abseits gelegenen Wohnhau-
ses die Spuren n?chtlichen Treibens einiger Jugendlicher entdeckt hatte (haufenweise M?ll). Zu Recht emp?rt, ruft der brave
Mann die Zeitung an, um den Frevel zu dokumentieren. Doch Pech. Der Ort rund um die Bank im Gr?nen ist total aufger?umt.
R?tselraten. Haben etwa die Jugendlichen selbst…? Das w?re doch zu sch?n, um wahr zu sein. Ein Anruf bei der Stadt ent-
t?uscht diese Erwartung: Die turnusm??ige S?uberung …Da schleichen sich Sorgenfalten ins Gesicht. Was, wenn am Samstag f?r
die vielen Kinder nicht mehr genug M?ll auf der Stra?e liegt, wo bleibt dann ihr Erfolgserlebnis? Diese Sorge entkr?ften nun
50 Kubikmeter M?ll; und 2003 wird’s sicher noch ein bisschen mehr.
Anmerkung des Webmasters:
Die Schleifkottenbahn GmbH bedankt sich recht herzlich bei allen Akteuren der diesj?hrigen ‚Aktion Sauberes Halver‘ f?r diese
sehr vorbildliche Ma?nahme zur Heimatpflege sowie den Organisatoren f?r die seit 25Jahren mit hoher Kontinuit?t und Qualit?t
vorbereiteten bzw durchgef?hrten M?llsammlungen. Auch im Jahr 2003 beteiligt sich die Schleifkottenbahn wieder gerne an den
Reinigungsarbeiten rund um den Kulturbahnhof durch eine Unterst?tzung per Schiene…
Quelle: Allgemeiner Anzeiger
HALVER (UtBo) Mit der von Land und Bahn gegr?ndeten Bahnfl?chenEntwicklungsGesellschaft (BEG) verbindet B?rgermeister Hans-
J?rgen Kammenhuber die gro?e Hoffnung, das das Bahngel?nde endlich innenstadtvertr?glich ?berplant werden kann. Der Bahn-
fl?chenpool NRW umfasst Liegenschaften nicht mehr f?r den Bahnbetrieb ben?tigter Areale. Auch in Halver hat die Bahn Fl?chen,
die den Stempel „Entbehrlich“ tragen und die die Stadt ?bernehmen m?chte – vermutlich jedoch nicht nur sie:
Erste Voraussetzung f?r einen Fortschritt am Bahnhof w?re f?r Kammenhuber eine Entwidmung der fraglichen Fl?chen, die noch
‚festgestelltes Bahngel?nde‘ sind. Das, davon ist der B?rgermeister ?berzeugt, ist jedoch auch der neuen Gesellschaft klar,
die eine enge Kooperation mit den Kommunen angek?ndigt hat.
Die Pl?ne der Stadt zur k?nftigen Nutzung des fr?heren Bahngel?ndes sind dem Noch-Eigent?mer lange hinl?nglich bekannt. So
soll das Baugebiet Oesterberg ?ber die ehemalige Bahntrasse an die Innenstadt angebunden und die Bahnhofstra?e einen An-
schluss an die Hagedornstra?e und damit an die Umgehungsstra?e erfahren. G?be es diese Verbindung schon heute, g?be es Lidl
an der Hagener Stra?e nicht; denn der auf den Autofahrer ausgerichtete Lebensmitteldiscounter entschlo? sich nur aus Gr?nden
der Verkehrsanbindung zum Umzug.
Neue Planspiele f?r den Verkehr und ?berlegungen zur Vermarktung der noch bahneigenen Grundst?cke haben allerdings einen
kleinen Sch?nheitsfehler: Die Gleisanlage ist der Schleifkottenbahn GmbH ?berlassen, die die Bahnstrecke nach Oberbr?gge
reaktivieren will. Nicht nur f?r den Personenverkehr – ein Personenzug passte f?r Hans-J?rgen Kammenhuber durchaus in die
Vorstellungen der Stadt – sondern vor allem f?r den G?terverkehr.
Mit einem Warenumschlagplatz mitten in der Stadt k?men die Anwohner nach den negativen Erfahrungen mit den Betrieben des
Bahngel?ndes vom Regen in die Traufe. Das will die Stadt unter allen Umst?nden verhindern. B?rgermeister Kammenhuber l?sst
keinen Zweifel daran, das die Stadt im Fall eines Interesses der Schleifkottenbahn an den Fl?chen von ihrem Erstzugriffsrecht,
zugesichert von der BEG, Gebrauch machen wird. „Wir haben die Absicht“, so Kammenhuber,“dieses Instrument zu nutzen.“
Die Erwartungen, die die Nachbarschaft mit dem Weggang des Schrotthandels Speckmann und dem Umzug der Metall AG nach Berg-
kamen verkn?pfte, erf?llten sich bis heute nur zum Teil. Zwar seien die betrieblichen Aktivit?ten zur?ckgegangen, Bel?sti-
gungen durch Gestank und L?rm h?tten jedoch zugenommen, bedauerte Hansj?rgen Kammenhuber gestern den immer noch nicht voll-
zogenen Standortwechsel des Recyclingsunternehmens. „Die Anlieger beschweren sich zu Recht.“
Quelle: Allgemeiner Anzeiger
Von Martin Messy
L?denscheid – Mit der k?rzlich in D?sseldorf neu gegr?ndeten Bahnfl?chenEntwicklungsGesellschaft, kurz BEG, verbinden sich
auch f?r L?denscheid Hoffnungen. „Wir haben es jetzt nur noch mit einem Ansprechpartner zu tun, den wir allerdings schon
kennen und m?ssen nicht mehr mit zwei Immobilienbetrieben verhandeln. „Das war vorher sicherlich schwerer“, sagt Edgar
Weinert, Leiter des Wirtschafts- und Liegenschaftsamtes. Au?erdem werde es nach zwei Jahren eine ?berpr?fung der BEG-
Aktivit?ten geben. „Die Erwartungshaltung ist gro?. Jetzt entsteht auf jeden Fall mehr Druck auf dem Kessel“, glaubt Weinert.
Zurzeit wird im Rathaus ein Planungskonzept erstellt, das die aktuelle Entwicklung ber?cksichtigt und in der gemeinsamen
Sitzung des Bau- und Verkehrs- sowie des Planungs- und Umweltausschusses n?chste Woche Mittwoch vorgestellt wird.
Auch SPD-Fraktionschef Harald Metzger hofft, das durch die BEG k?rzere Dienstwege zustandekommen und es schneller vorangeht:
„Die Verlegung des Bahngleises ist ja jetzt in trockenen T?chern, so das die Sanierung des Gebietes rund um Ph?nomenta und
EGC in Angriff genommen werden kann.“ Die SPD hatte noch Ende des vergangenen Jahres auf eine z?gige Planung gedr?ngt.
Land und Bahn AG haben sich zur BEG entschlossen, um die Entwicklung und Vermarktung von nicht mehr f?r den Bahnbetrieb
ben?tigte Fl?chen in 100 Kommunen Nordrhein-Westfalens zu beschleunigen. Es geht im ersten Paket um rund 800 Hektar Fl?che.
In L?denscheid sind es f?nf Hektar, auf denen die Stadt in mehrst?ckiger Bebauung Fl?chen zwischen 100 und 3000 Quadratmetern
f?r industrienahe Dienstleister schaffen will.
Aber auch dar?ber hinaus soll sich bekanntlich einiges tun: Das Bahngleis soll verlegt und bis an Bahnhofstra?e vorgezogen
werden. Die Bahnhofsallee soll, wie berichtet, ausgebaut und ?ber die Stra?e zum Wei?en Pferd an die Altenaer Stra?e angebun-
den werden. Das Planungsb?ro Spettmann&Kahr zeichnet f?r die Erschlie?ungspl?ne verantwortlich.
Bisher wird mit einem m?glichen Baubeginn Mitte des kommenden Jahres gerechnet.
Quelle: L?denscheider Nachrichten
Von R.Kahlke
Halver. F?r „Galileo“ hat die EU die Startrampe frei gemacht.
Eine eigenes Satelliten-System soll eine exakte Navigation erm?glichen. F?r „Gloria“ soll der Weg in Halver mit geebnet
werden. Tests f?r das neue Positionierungs-System, an dem namhafte Unternehmen beteiligt sind, sind auf der Strecke der
Schleifkottenbahn geplant.
Diese Fahrten waren schon im Fr?hjahr vorigen Jahres vorgesehen. Im Projekt, das ebenfalls von der EU gef?rdert wird, gab es
jedoch Verz?gerungen. Projektleiter M. Vogel von der DE-Consult in Frankfurt hatte als Gr?nde Verz?gerungen bei der Fahrzeug-
Umr?stung angef?hrt. Zudem habe es Probleme mit den Sensoren und der Software gegeben.
Inzwischen, so Friedrich-Wilhelm Kugel, Gesch?ftsf?hrer der Schleifkottenbahn, gebe es neue Termine. Anfang Juni sollen die
Fahrten jetzt auf den Gleisen der Schleifkottenbahn stattfinden. Ausschlaggebend dabei war die Topografie mit Gel?nde-
einschnitten und Tunneln, was die Positionsbestimmung erschwert.
Die Schleifkottenbahn kann dabei nicht nur ihre Strecke zur Verf?gung stellen, sondern mit dem SKL auch ein Fahrzeug bieten.
„Das Messfahrzeug kann an der Rampe am Bahnhof auf die Ladefl?chen fahren“, so Stefan Heinrich. von der Schleifkottenbahn.
Mit „Gloria“ soll ein Navigations-System entwickelt werden, das sich auf Satelliten st?tzt und jederzeit eine Positions-
bestimmung von Stra?en- oder Schienenfahrzeugen erm?glicht.
Quelle: WESTF?LISCHE RUNDSCHAU
Von R.Kahlke
Halver/Hautmont. Eine Zusammenarbeit in Sachen Bahntransport haben Friedrich-Wilhelm Kugel, Gesch?ftsf?hrer der Schleifkot-
tenbahn und Robert Brihaye aus der Partnerstadt Hautmont „aufs Gleis gesetzt“.
Die Initiative war von den Franzosen ausgegangen. Sie hatten sich bei Treffen mit Halveranern auch ?ber die Schleifkotten-
bahn informiert. Die G?ste aus Hautmont waren dabei an dem von Kugel entwickelten Container-Lift interessiert, der einen
schnellen und kosteng?nstigen G?terumschlag Stra?e-Schiene erm?glichen soll. Friedrich-Wilhelm Kugel: „Die Franzosen haben
die gleichen Probleme wie wir.“Unrentable Strecken drohte die Stillegung.
Flexible, kleine Systeme k?nnten kosteng?nstiger eingesetzt werden. Sie hielten die Arbeitspl?tze in der Region, so das
Credo des Oberbr?gger Unternehmers.
Noch aber gibt es Bahnh?fe in der Region um Hautmont. Kugel und Brihaye hatten bereits am Dienstag mit dem Arbeitgeberver-
band in Hautmont gesprochen. Brihaye hatte gestern zudem ein Gespr?ch mit einem Finanzier. Die Erfolgsaussichten bewertete
Brihaye, der auch ein Motor der Partnerschaft zwischen Halver und Hautmont ist, im WR-Gespr?ch als positiv.
Kontakte nicht auf Kultur beschr?nken
Er m?chte es nicht nur bei dem Lift bewenden lassen. Weitere Projekte sollen angesto?en werden. Das Ziel: Arbeitspl?tze
schaffen. Die fehlen hier wie dort.
Partnerschaft sollte sich nach Ansicht Kugels nicht nur auf den Kulturaustausch beschr?nken. Da sei auch eine wirtschaft-
liche Kooperation sinnvoll.
Quelle: WESTF?LISCHE RUNDSCHAU
Das Unternehmen „Schleifkottenbahn“ aus Halver im Sauerland plant die Wiederaufnahme des G?terverkehrs auf der seit 1995 komplett stillgelegten Nebenbahn Oberbr?gge – Halver. Diese Strecke f?hrte fr?her ?ber Halver hinaus nach Radevormwald und Wuppertal. Das Ungew?hnliche an dem Vorhaben ist aber nicht die Inbetriebnahme, sondern das dabei eingesetzte Fahrzeug.
Wegen der erheblichen Kostenvorteile will die Schleifkottenbahn ein Zweiwegefahrzeug verwenden. Nachdem das Unternehmen nach langwierigen Verhandlungen 2000 die Strecke von der DB erworben hatte, unternahm es 2001 die ersten Probefahrten. Inzwischen
ist auch die Genehmigung des Landes Nordrhein-Westfalen f?r den Betrieb eines Eisenbahn-Verkehrsunternehmens erfolgt.
Mittelfristig plant die Schleifkottenbahn, weitere stillegungsgef?hrdete Strecken im G?terverkehr zu ?bernehmen. Dabei soll
ein von dem Gesellschafter Kugel entwickeltes Umladesystem verwendet werden, das den G?terverkehr nicht nur auf schwach belegten Strecken revolutionieren k?nnte. Mit dem sogenannten „Container-Lift/System Kugel“ kann man den Container bei
geringstem personellen und G?terverkehr zeitlichen Aufwand an praktisch jeder beliebigen Stelle verladen. Der Einsatz von Rangierlokomotiven ist dabei nicht n?tig, denn der Container-Lift ist auch f?r Stra?enfahrzeuge befahrbar, so das der
Waggonverschub unabh?ngig von Schienenfahrzeugen erfolgen kann. Hier lassen sich die f?r den Abtransport der Container vorgesehenen LKW oder Zweiwegefahrzeuge nutzen.
Quelle: Christoph Riedel/ Geranova Bahn-Extra Jahrbuch 2002
Von R. Kahlke
Halver. „Gleise werden schneller abgerissen, als das Neues entstehen kann“. Friedrich-Wilhelm Kugel, Gesch?ftsf?hrer der
Schleifkottenbahn, k?mpft seit Jahren f?r den Erhalt der Bahnstrecken und die Verlagerung des G?tertransports auf die
Schiene. Praktisch hat sich das noch nicht ausgezahlt. Ideell schon. Kugel ist einer der Preistr?ger im Wettbewerb 2001
„Projekte f?r die Wirtschaftsregion Chemnitz-Zwickau.“
Ausgezeichnet wurden Menschen mit innovativen Projekten und Ideen. Die Palette reichte vom Bauen mit Lehm, einen uralten
Werkstoff, ?ber neue Nutzungskonzepte f?r alte Plattenbauten bis zu Verkehrskonzepten.
Geringe Kosten
Friedrich-Wilhelm Kugel erhielt die Auszeichnung f?r die von ihm konzipierten ?Mini-Terminals“ mit dem Container-Lift,
„System Kugel“ (die WR berichtete). Das System soll einen kosteng?nstigen Umschlag von Containern und Wechselaufbauten von
der Stra?e auf die Schiene erm?glichen.
Der Lift hebt die Container etwas an. Ein Schienenfahrzeug oder Lkw kann unter den Lift fahren, um die Ladung dann
abzusetzen.
Im Prinzip besteht der Lift aus einigen Hydraulik-Stempeln, die neben den Gleisen auf etwa 50 Metern L?nge installiert
werden. Die Ladezone kann sowohl von Schienen- wie auch von Stra?enfahrzeugen befahren werden.
„Durch die geringen Anschaffungskosten w?re eine fl?chendeckende Errichtung von „Mini-KV-Terminals“ (KV = Kombinierter
Ladungsverkehr) auch in der Region Chemnitz-Zwickau vorstellbar, noch dazu, wo in vielen der Firmen Ladestra?en und
Gleisanschl?sse vorhanden, bzw. mit mit wenig Mitteln reaktiviert werden k?nnten“, hei?t es in der Mappe, in der die Sieger
vorgestellt werden. In einer Brosch?re stellte die Region Chemnitz die Sieger des Innovations-Wettbewerbes vor.
Kugel sieht im Raum Zwickau noch Chancen, Ladung auf die Schiene zu bringen. Klar ist f?r ihn: Auch hier muss schnell
gehandelt werden, bevor die Schienen abgerissen sind. Die Bahn AG habe kein Interesse an den Nebenstrecken. Lande eine
Ladung aber erst einmal auf dem Lkw, bleibe sie meistens auch dort. Ein Umschlag sei vielfach zu teuer. Aber: Teure Portal-
Kr?ne f?r Container m?ssen nicht sein. Der Lift tut’s auch.
Urspr?nglich sollte der Prototyp in Halver gebaut und getestet werden. Verz?gerungen bei der Betriebsaufhahme der
Schleifkottenbahn durch Auflagen der Bahn haben dies bislang verhindert.
Die Schleifkottenbahn habe inzwischen eine Niederlassung in Werdau bei Zwickau. Kugel: „Wir m?ssen was tun, sonst haben
wir keine M?glichkeit, weiter zu kommen.“ Von Werdau aus k?nnten private Bahnen Zubringerfunktionen nach Zwickau
?bernehmen. Wie ein Spinnennetz erstrecken sich Orte mit Gleisanschluss um die Industriestadt. Aber: Auch diese Bahntrassen
seien gef?hrdet.
Eile geboten.
Kugel: „Alles soll verh?kert werden. In Zwickau auch.“ Mit dem Innovationspreis „Projekte f?r die Wirtschaftsregion Chemnitz-
Zwickau“ haben Landrat und B?rgermeister der s?chischen Region ein Zeichen gesetzt. Kugel: „Es gibt Kontakte zwischen
privaten Bahnunternehmen und Spediteuren.“ Das Interesse sei vorhanden.
Der Bau des Prototyps f?r den Container-Lift, der in Halver vorgestellt wurde und am Bahngel?nde in Betrieb gehen sollte,
wird jetzt wohl im Raum Zwickau Premiere haben.
Trotz vieler R?ckschl?ge h?lt der 63-j?hrige Unternehmer an seiner Vision fest: Die M?glichkeiten der Technik und das
einmalige Kapital des Schienennetzes sinnvoll verbinden.
Quelle: WESTF?LISCHE RUNDSCHAU
Die eigentlich f?r Ende 2001 geplante Wiederaufnahme des G?terverkehrs auf der Strecke Halver – Oberbr?gge durch die Schleifkottenbahn GmbH (SKB, siehe ausf?hrlichen Bericht in BAHN-REPORT 5/01, S. 48) hat einen R?ckschlag erlitten. Eine
Lastprobefahrt auf der schadhaften Volmebr?cke in Oberbr?gge ergab, das nur eine Befahrung maximal mit 16 t – und nicht wie erhofft mit 18 t Achslast zugelassen werden konnte. W?ren 18 t zumindest im angestrebten Containerverkehr noch akzeptabel
gewesen, sind 16 t Achslast f?r einen wirtschaftlich darstellbaren G?terverkehr nicht mehr geeignet, da die Wagen vor der Fahrt auf die Strecke entsprechend geleichtert werden m?ssten. Da es sich bei der Volmebr?cke um eine vor 1910 erstellte, genietete Stahlkonstruktion handelt, w?re eine Sanierung sehr aufwendig und w?rde fast so teuer wie eine entsprechende Neubaubr?cke werden.
Derzeit bem?ht sich die SKB um Zusch?sse aus dem NE-F?rdertitel des Landes NRW, um einen Austausch der Br?cke zu finanzieren. Problem hierbei ist jedoch, das f?r den F?rderantrag keine sichere G?terverkehrsleistung als Notwendigkeit angegeben werden
kann. Umgekehrt z?gern G?terkunden (u.a. auch aus dem Massengutbereich, die Halver gerne als Umschlagsort nutzen wollen), der SKB einen Auftrag zu erteilen, solange die Strecke nicht ert?chtigt ist…
Quelle: Bahn-Report
HALVER ? Auf der Tagesordnung des Arbeitskreises Ordnungspartnerschaft, dessen Mitglieder sich am Donnerstag trafen, stand
das Thema „Schleifottenbahn“. Friedrich-Wilhelm Kugel, Gesellschafter der Schleifkottenbahn GmbH, stellte das Konzept vor,
mit dem wieder „(G?ter-) Verkehr auf die Schiene in Halver gebracht“ werden soll. Denn auf Seiten der Schleifkottenbahn geht
man nat?rlich nach wie vor davon aus, dass sich der Einsatz lohnt und es auch funktioniert. Zumal der Standort f?r einen
Umschlagplatz g?nstig liegt, so dass die Verteilung der G?ter gut und schnell erledigt werden kann.
Nachdem Kugel erst noch einiges aus der Geschichte der Schleifkottenbahn erz?hlt und dabei kritisiert hatte, das die Anlage
in keinem guten Zustand gehalten worden sei, meinte er, das man kurz vor der L?sung des Problems stehe: Man „werde die
Gr?ndung eines F?rdervereins initiieren, der dann drei wesentliche Aufgaben erf?llen soll. Erstes Ziel der auf drei S?ulen
stehenden F?rdervereins sei die Einbindung von jungen Leuten. Mit deren Hilfe k?nne beispielsweise die Gleisanlage auf
Vordermann gebracht oder Fahrzeuge beziehungsweise Waggons saniert werden. Und f?r diese sinnvolle Freizeitbesch?ftigung
k?nne man den jungen Leuten eine lobende Anerkennung zum Beispiel in Form eines Zertifikats aussprechen.
Zweite S?ule ist die Einbindung von ?lteren Menschen, denn diese w?rden nicht nur ?ber einen gro?en Erfahrungsschatz
verf?gen, der eingebracht werden k?nnte. Es gebe auch einige 50-J?hrige und ?ltere, die ihre Arbeit verloren h?tten und hier
ebenfalls eine sinnvolle Besch?ftigung finden w?rden. Schlie?lich soll der F?rderverein auch Kapital beschaffen sowie f?r
eine Kooradination der drei S?ulen sorgen. Nat?rlich sei auch vorstellbar, so Kugel, das die Stadt solch ein Projekt mit
?ffentlichen Mitteln f?rdert.
Und solch ein Projekt „F?rderverein“ funktioniere, meinte auch Manfred Schenk vom Verkehrsclub Deutschland. Letztlich einigte
man sich im Arbeitskreis darauf, das bei einer der n?chsten Sitzungen ein „Grobkonzept“ daf?r vorgelegt wird.
Nichts Neues gibt es dagegen in Sachen „Rettungsinseln“, erfuhren die AK-Mitglieder, man warte noch auf die R?ckmeldungen.
Unzufrieden zeigte sich Beigeordneter Volker Gro? auch ?ber den Stand der Dinge in Sachen Stadtpartner. Eine geeignete Person
daf?r habe man noch nicht gefunden, man m?sse nun auf neue Bewerbungen warten. Ebenso ist der Beigeordnete noch auf der Suche
nach Sponsoren, die zur Finanzierung des Stadtpartners beitragen.
Gegen die Ger?chte, die polizeiliche Ermittlungsgruppe gebe es in Halver nicht mehr, bezog Horst Ausborn, Leiter der
Polizeiwache, klar Stellung: Die Gruppe gebe es nach wie vor. Abschlie?end erhielten die Mitglieder des Arbeitskreises noch
eine Informationsquelle genannt: Wenn zum Beispiel Aktionen gegen Rechts geplant werden sollten, k?nnte man bei Dieter Saal,
Stadtarchivar in L?denscheid, entsprechendes Info-Material erhalten.
Quelle: Allgemeiner Anzeiger